Hochdruckautoklaven

für Forschung, Tests und Produktion

Hochdruckautoklav

Hochdruckautoklav

Die Hochdruckautoklaven werden direkt in Bad Grund von ZIRBUS technology gefertigt. Die Autoklaven werden nach Ihren Wünschen und Aufgaben gefertigt.

  • Druckbereich: 1-500bar
  • Temperaturbereich: bis 500°C
  • Durchmesser: DN10-DN2000
  • Volumen: 60 bis 5000 L
  • Werkstoff: rostfreier Edelstahl

Eigenschaften

  • beheizt oder unbeheizt
  • Rührwerke
  • Umluftventilatoren
  • Sattdampf
  • Dampfluftgemische
  • kompl. Steuerungen
  • Schnellverschlüsse
  • gefertigt nach DGRL 97/23EG & AD2000
  • Erfüllung sämtlicher Sicherheitsstandards

hochdruck-autoklav

Spezifikation HDA 1000

Der Hochdruckautoklav der Serie 1000 verfügt über einen automatisch schließenden Bajonett Deckel-Verschluß mit Sicherheitsverriegelung. Das Gerät ist komplett aus Edelstahl 1.4571/ AiSi316Ti gefertigt, wird elektrisch durch innenliegende Heizelemente beheizt und ist für eine exakte Regelung PID gesteuert. Für eine gleichmäßige Temperaturverteilung sorgen 2 magnet-gekuppelte Umluftventilatoren. Die Steuerung erfolgt über eine Siemens SPS Serie S7- 300 mit 15" Farbtouchscreen mit integriertem Industrie-PC. Diese regelt zuverlässig den Prozessablauf und dokumentiert die Verfahrensparameter.Der Einsatzbereich dieses Hochdruckautoklavs ist z.B. das Laminieren von Touchscreen-Monitoren oder das Vulkanisieren von Gummikomponenten.

Der HDA1000 hat ein Volumen von 1.000 Litern und arbeitet bei einem Maximaldruck von 12bar und einer Temperatur von 190°C

Der Hochdruckautoklav

In wissenschaftlichen Laboren und Technika wird der Hochdruckautoklav sehr häufig verwendet. Es wird untersucht, wie sich unterschiedlichste Ausgangssubstrate unter verschiedensten Temperatur- und Druckeinflüssen verändern.

Was ist ein Hochdruckautoklav?

Der Hochdruckautoklav ist eine konsequente Weiterentwicklung des allgemein üblichen Autoklaven. Die Autoklaven werden zur Sterilisation von Geräten, Werkzeugen und Materialien verwendet. Sie können in der chemischen Industrie, der Medizin und auch in der verarbeitenden Industrie Verwendung finden. Der Hochdruckautoklav hingegen findet erst langsam seinen Weg in die praxisbezogene Anwendung. Sein hauptsächliches Aufgabengebiet ist die Wissenschaft.

Er unterscheidet sich in seiner Konstruktion vom Autoklaven hauptsächlich in seiner massiven Bauweise. Hochdruckautoklaven sind für Drücke weit über 100 bar konstruiert. Die Materialbeschaffenheit muss also einer solchen Belastung standhalten können. Alle Anschlüsse, also Ventile, Messgeräte und Verschlüsse, sind speziell auf die Anwendung unter hohem Druck- und Temperatureinfluss konstruiert.

Der Hochdruckautoklav unterliegt sehr strengen Prüfkriterien. Neben einer regelmäßigen Sichtkontrolle durch ein zertifiziertes Prüfinstitut muss auch in streng vorgeschriebenen Intervallen eine Druckprüfung durchgeführt und protokolliert werden. Hierbei wird das Gerät bis auf seine maximal zugelassene Temperatur belastet, wodurch der Druckverlauf im Autoklaven gemessen werden kann.

Wofür wird der Hochdruckautoklav verwendet?

Im weitesten Sinn kann der Hockdruckautoklav auch als Reaktor bezeichnet werden. Reaktoren dieser Art werden sowohl im Labor- als auch im Technikumsmaßstab verwendet. Besonders im Bereich der Forschung an alternativen Energieträgern findet er Anwendung. So ist das Verfahren der hydrothermalen Carbonisierung, kurz HTC, auf den Hochdruckautoklaven angewiesen. Hier werden unterschiedliche Ausgangssubstrate, zum Beispiel Gärreste aus Biogasanlagen oder biologische Abfälle, unter Zugabe von Wasser in den druckdichten Hochdruckautoklav gegeben. Bei einer kontrollierte Erwärmung auf Temperaturen bis 350°C entstehen im Inneren des Reaktors sehr hohe Drücke. Durch die Einflüsse von Druck und Temperatur verändern die Substrate ihre chemische Struktur, sie carbonisieren. So wird in sehr kurzer Zeit ein langer biologischer Prozess simuliert, etwa die Entstehung von Braunkohle oder Koks. Besonders interessant ist dieses Verfahren für die Aufbereitung von Klärschlämmen aus Abwasseraufbereitungsanlagen. Der hohe Temperatureinfluss und die daraus schlussfolgernde Druckbehandlung befreit den hoch belasteten Klärschlamm von Schadstoffen jeder Art. Der Schlamm wird sprichwörtlich sterilisiert, indem er in seine chemischen Bestandteile aufgespalten wird. Im Ergebnis erhält man ein nahezu steriles Abwasser und eine als Bodenverbesserer verwendbare HTC-Kohle. Die Anwendungsgebiete des Hochdruckautoklaven sind noch lange nicht vollständig erforscht. Die Einflüsse von extremen Druck und den dadurch entstehenden hohen Temperaturen lassen noch viel Spielraum für wissenschaftliche Forschung und daraus resultierende praktische Anwendungen. Im Bereich der hydrothermalen Carbonisierung hat der Hochdruckautoklav bereits den Einzug in die industrielle Anwendung geschafft.